Archiv des Monats August 2007

Google Reader vs. Bloglines

Ein Artikel von Matthew Mullenweg, der den meisten Wordpress-Nutzern wohl bekannt sein dürfte, brachte mich dazu, mir den Google Reader noch einmal anzusehen, den ich zwar schon kannte, mir aber aus Zeitgründen noch nicht näher angesehen hatte. Sicherlich war ein weiterer Grund dafür, dass ich mit Bloglines bisher sehr zufrieden war (und es noch bin).

Ein Wechsel ist daher eigentlich nicht nötig. Da es aber über den Ex- und Import der opml-Daten für die Feeds binnen weniger Sekunden getan ist (einen aktiven Google-Account vorausgesetzt), habe ich jetzt einfach mal meine Subscriptions testweise auch in den Google Reader eingetragen.

Fürs Erste bin ich mit der Darstellung und Funktionalität mehr als zufrieden. Ich denke, ich werde beide mal eine Weile gegeneinander laufen lassen und mich dann für einen von beiden Services entscheiden. Einen Account bei zwei verschiedenen Anbietern zu haben ist ja nicht unbedingt das Schlechteste, wie mir Ausfälle von Bloglines öfter bewiesen haben.

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Rezension »RSS und Atom« (kurz & gut)

Der Inhalt

Produktabbildung Jörg Kantel: »RSS und Atom - kurz & gut«Der auch als Schockwellenreiter bekannte Blogger, Programmierer, Autor, Krawattensammler und Tausendsassa Jörg Kantel behandelt in seinem Buch »RSS und Atom – kurz & gut« die Syndikationsformate RSS in den Versionen 0.92, 1.0 und 2.0 sowie das konkurrierende Format Atom.

Nach einem kurzen Blick auf die Geschichte der verschiedenen RSS-Formate zeigt Kantel den Sinn und die Vorteile von RSS und Atom auf und bringt Beispiele für verschiedene An- und Verwendungsmöglichkeiten von Nachrichtenupdates bis hin zu Podcasts und Vodcasts (Videocasts). Hierbei wird auf die Möglichkeiten der passiven Nutzung – also als Leser eingegangen, der Fokus liegt jedoch in der Erzeugung von eigenen RSS-Feeds. Gezeigt wird auch die Verarbeitung fremder RSS-Feeds in eigenen Programmen.

Nach einigen Beispielen der RSS-Erzeugung in den verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Programmiersprachen und kleinen Beispielprogrammen schließt das Buch mit einer übersichtlichen Referenz zu den genannten Formaten. Hierbei werden auch ausführlich die iTunes-Erweiterungen angesprochen, die zwar nicht zum eigentlichen Standard von RSS gehören, jedoch für die Veröffentlichung von Podcasts bei iTunes vorausgesetzt werden.

Die Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Programmierer, die eigene RSS- oder Atom-Feeds erstellen oder bestehende Feeds in eigenen Programmen verarbeiten möchten und dazu eine handliche Referenz neben der Tastatur liegen haben wollen. Wer RSS nur in lesender Weise nutzen möchte, wird in diesem Buch nicht viel Neues erfahren.

Das Fazit

Jörg Kantels Buch hält genau das, was der Titel verspricht: Die Syndikationsformate RSS und Atom werden erklärt – und zwar kurz und gut. Die enthaltene Referenz macht das Buch zum Pflichtkauf

Links zum Buch

Technische Angaben

  • RSS und Atom
  • kurz & gut
  • von Jörg Kantel
  • ISBN-10: 3-89721-527-6
  • ISBN-13: 9783897215276
  • O’Reilly-Verlag, 04/2007
  • 96 Seiten, Kartoniert/Broschiert

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Rezension: »Web Usability – Das intuitive Web« (Don’t make me think!)

Der Inhalt

Produktabbildung Steve Krug: »Web Usability – Das intuitive Web« (Don’t make me think!)In der zweiten Auflage von »Don’t make me think« des Usability-Experten Steve Krug verfolgt der Autor konsequent das Motto seiner Beraterfirma weiter: »It’s not rocket surgery«. Sein Standpunkt ist, dass gutes Webdesign eine Frage des gesunden Menschenverstandes ist.

In dem absichtlich kurz gehaltenen Buch geht Krug auf fundierte aber auch humorvolle Art auf häufige Fehler im Webdesign ein und zeigt Lösungsansätze auf – nicht ohne den Hinweis, dass es eine Universallösung für viele Usability-Probleme nicht gibt. Hinter allem steht aber immer wieder das Grundprinzip »Eliminieren Sie die Fragezeichen« (über den Köpfen der User).

In diesem Zusammenhang wird ausführlich auf das Thema Navigation eingegangen. Logisch: Wohl kein Bereich einer Website ist so entscheidend für den Erfolg wie die Navigation.

Einen breiten Raum nehmen auch User-Tests ein. Krug zeigt Wege auf, wie teure Usability-Tests mit wenig finanziellem und personellem Aufwand in Eigenregie durchgeführt werden können und warum auch eine begrenzte Anzahl an Testteilnehmern schnell verwertbare Ergebnisse liefert.

Zum Schluss gibt es noch ein Kapitel zur Zugänglichkeit von Websites und Krug gibt den Lesern Argumentationshilfen gegenüber ihren Chefs an die Hand.

Die Zielgruppe

Das Buch wurde geschrieben für Webdesigner, Marketingmenschen, Entscheider, Grafiker, Programmierer und für alle anderen, die jemals in irgendeiner Form mit der Erstellung einer Website in Berührung kommen könnten.

Das Fazit

Das Buch bekommt meine uneingeschränkte Empfehlung. Hier wird auf unterhaltsame Art und in der gebotenen Kürze ein Grundlagenkurs in Benutzbarkeit abgehalten, der demjenigen, der auch nur einige der Punkte wirksam umsetzen kann, unmittelbar viel Geld sparen oder gar einbringen kann.

Der Autor

Steve Krug ist seit vielen Jahren Usability-Berater mit eigener Firma »Advanced Common Sense«. Er arbeitet mittlerweile seit fast 20 Jahren an der Benutzbarkeit von Websites und Software und zählt viele namhafte Unternehmen zu seinen Kunden.

Links zum Buch

Technische Angaben

  • Don’t make me think!
  • Web Usability – Das intuitive Web
  • von Steve Krug
  • ISBN-10: 3-8266-1595-6
  • ISBN-13: 9783826615955
  • mitp-Verlag, 07/2006
  • 201 Seiten, 4-farbig, Kartoniert/Broschiert

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