Archiv des Monats October 2007

Websites">Austausch mit Nutzern barrierearmer Websites

Nun bin ich tatsächlich auch noch eingeladen worden, einen Beitrag zur Accessibility Blog Parade beizusteuern. Ich halte mich zwar absolut nicht für einen Fachmann auf diesem Gebiet, aber schließlich habe ich mir selbst die Barrierearmut auf die Fahne geschrieben und sollte daher auch etwas dazu beitragen können.

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Nutzererfahrungen

Wichtig beim Bau eines barrierearmen Frontends ist neben der Umsetzung eigener Erfahrungen die Beteiligung von und der Austausch mit den Nutzern dieses Frontends. Aber was tun, wenn man selbst nicht auf die Barrierearmut angewiesen ist und auch keine solchen Nutzer im direkten Bekanntenkreis hat?

Ich habe das (manchmal zweifelhafte) Glück, öfter Kontakt zu den Kunden des Shops zu haben, für den ich im Online-Marketing tätig bin. In dieser Eigenschaft habe ich mir in mehreren Jahren immer wieder die E-Mail-Adressen von Kunden zur Seite gelegt, die sich im Verlauf unseres Kontakts als Sehbehinderte, Blinde oder Menschen mit anderen Beeinträchtigungen herausgestellt haben. Als es nun daran ging, einen barrierearmen Shop aufzusetzen, habe ich nun an die Adressen dieser Nutzer die Bitte gerichtet, die erste veröffentlichte Version des Shops einem Test zu unterziehen und mir von ihren Erfahrungen zu berichten und gern auch Verbesserungsvorschläge zu machen.

Austausch mit den Nutzern

Die Antworten waren sehr unterschiedlich: Manche meldeten sich gar nicht, andere waren begeistert und sehr engagiert bei der Sache und wieder andere haben zwar nicht selbst reagiert, haben meine Anfrage jedoch an verschiedene Nutzergruppen weitergeleitet, z. B. über eine Mailingliste, was dann wieder andere Nutzer brachte, die gern geholfen haben.

Die Qualität der Antworten war ähnlich uneinheitlich wie die eigentliche Reaktion. Die absolute Ausnahme waren klare Verbesserungsvorschläge. Allerdings waren bei den meisten Reaktionen die Problembeschreibungen ausführlich genug, um in der einschlägigen Literatur zum Thema auch Lösungen zu finden. Man stellt sehr schnell fest, dass zum einen immer wieder überraschende Probleme auftreten, mit denen man – auch mangels Erfahrung – nicht gerechnet hat und zum anderen, dass Barrierefreiheit ein frommer Wunsch ist und bleiben wird.

Bemerkenswert war, dass mit einer Ausnahme auf diese Anfrage ausschließlich Blinde geantwortet haben. Auch Monate nach dem öffentlichen Start des Shops gab es keine anderen Reaktionen dazu. Die Ausnahme war ein mobiler Nutzer, der zufällig auf der Site gelandet war und sich sehr begeistert geäußert hat.

Was bis heute fehlt, sind Nutzer, die eingeschränkt sehen können. Von diesen wünschte ich mir Berichte über die Links zur Schriftskalierung und zur Möglichkeit der Farbinvertierung. Bis jetzt weiß ich nicht, ob diese Tools genutzt werden oder ob die Nutzer lieber auf die von der Zugangssoftware bereitgestellten Möglichkeiten zurückgreifen. Auch von motorisch eingeschränkten Nutzern fehlen mir Äußerungen, die mich aber brennend interessieren würden.

Fazit

Ein Fazit lässt sich aus dieser Erfahrung kaum ziehen. Wenn überhaupt, dann ist es die Einsicht, dass Barrierearmut in der Umsetzung ein schwieriges Thema ist und vermutlich auch bleibt. Für mich heißt es, das im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten Beste zu tun und den eigenen Lernfortschritt in neue und alte Projekte einfließen zu lassen.

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Hovereffekte mit CSS-Sprites

Während ich ja bisher eher die Artikel anderer Autoren übersetzt oder Artikel über einige andere Websites oder auch Buchrezensionen geschrieben habe, ist nun mein erster Artikel mit technischem Inhalt erschienen.

In »Hovereffekte mit CSS-Sprites«, veröffentlicht bei den Webkrauts, zu deren wachsender Mitgliederliste ich mich mit Stolz zähle, beschreibe ich anhand eines einfach nachzuvollziehenden Beispiels eine Technik, die die Änderung der Optik von Links beim Überfahren mit der Maus ohne Austausch der Hintergrundgrafik ermöglicht.

Viel Spaß beim Lesen.

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Online-Marketing-Leitfaden von Torsten Schwarz erschienen

Produktabbildung Torsten Schwarz: Leitfaden Online MarketingTorsten Schwarz hat ein weiteres Buch seiner Leitfaden-Reihe herausgegeben: Der »Leitfaden Online Marketing« ist eine Sammlung von Artikeln einer riesigen Anzahl an Fachautoren auf über 800 Seiten.

Unter den Autoren sind etliche anerkannte Marketing-Fachleute vertreten. Jedem an der vielfältigen Thematik Interessierten sollten hier schon beim ersten Durchblättern einige bekannte Namen auffallen. Eifrige Networker finden vielleicht einen Großteil ihrer Kontaktliste von Xing wieder.

Das Spektrum der Artikel ist groß und deckt alle relevanten Bereiche des Online-Marketings ab. Interessant ist das Buch somit für jeden, der sich mit Affiliate-Management, Suchmaschinenmarketing, Viral-Marketing oder andere Ausprägungen des Online-Marketings in irgendeiner Form beschäftigt.

Weitere Infos zum Buch liefert die Website zum Buch oder das Buchblog. Zu kaufen gibt es das auch als »neue Bibel der Online-Branche« mit der ISBN 9783000209048 u. a. bei jpc.

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