19.
März
2006
Projekt: Website »El Paso – mexikanisch essen in Bad Rothenfelde«
Voller Stolz möchte ich an dieser Stelle auf die neu gestaltete Site des El Paso hinweisen.
Das mexikanische Restaurant in Bad Rothenfelde – gleichzeitig mein erklärtes Lieblingsrestaurant – hat mich beauftragt, die vorher etwas lieblos gestaltete Site grundlegend optisch zu überarbeiten und auch mit lesbaren Inhalten zu füllen. Dieser Aufgabe habe ich mich natürlich gern gestellt.
Was war zu tun?
Zuerst galt es, die Anforderungen festzustellen. Es ging darum, eine informative Site über ein Restaurant online zu stellen. Die wichtigesten Informationen (Telefonnummer für Tischreservierungen, Öffnungszeiten) sollten bereits von der Startseite aus erreichbar sein. Die Speisekarte sowie die Getränkekarte sollten auf der Site lesbar sein. Gleichzeitig sollte die Speisekarte als PDF zum Download bereitstehen, um z.B. Betriebsfeste oder Familienfeiern vorbereiten zu können. Außerdem ist die Gestaltung der Speisekarte durchaus dazu angetan, auch in ihrem originalen Layout gezeigt zu werden. An dieser Stelle geht mein Dank an Angela Wlecke, die mir das PDF zur Verfügung gestellt hat.
Weiter wurde eine Bildergalerie sowie ein Gästebuch gefordert.
Alle Seiten sollten durch den Lokalbetreiber oder eine beauftragte Person ohne HTML-Kenntnisse editierbar sein. Es ging nicht nur darum, einfach Texte zu ändern sondern auch darum, neue Seiten anzulegen und z.B. Bilder, Nachrichten und Termine einfügen zu können. Die geänderten sowie die neu erstellten Seiten sollten sich in das Layout integrieren und auch direkt über das Menü erreichbar sein.
Womit kann ich das erreichen?
Schnell stand fest: Ich brauche ein ausgewachsenes CMS. Gleichzeitig habe ich natürlich die Vorgabe, dass die Einarbeitung der Redakteure möglichst kurz sein muss und der zeitliche Aufwand insgesamt gering zu sein hat, da natürlich eine Restaurant-Website nur begrenzte Kosten verursachen darf; schließlich ist nicht unbedingt eine eindeutig messbare Umsatzsteigerung durch die Site zu erwarten.
Ein einfaches CMS, das frei anpassbar ist?
Das ist nicht unbedingt die Quadratur des Kreises. Man muss nur in der richtigen Richtung suchen. Ein Gästebuch z.B. ist nichts anderes, als ein kurzer Beitrag, der unbegrenzt oft kommentiert werden kann. Der Rest sind mehr oder weniger statische Seiten, die jedoch über eine einfache Oberfläche zu pflegen sein müssen. Die Bildergalerie braucht – wenn sie denn voll integriert sein soll – einiges an Extra-Überlegung und kann daher zum Schluss betrachtet werden.
Die Lösung: ein Blog
Die Aufgabenstellung schreit geradezu nach einem Blogsystem. Da ich gerade an anderer Stelle (u.A. auch hier) Erfahrung damit gesammelt hatte, habe ich mir einmal WordPress im Hinblick auf die Anforderungen angesehen. Nahezu alles, was benötigt wird ist hier schon vergegeben, den Rest bekomme ich über Plugins, die von unterschiedlichsten Autoren für nahezu jeden Verwendungszweck geschrieben wurden.
Die Umsetzung
Ich habe also ein frisches WordPress installiert und das Theme WordPress Classic 1.5 als Grundlage für die Layout-Anpassungen genommen. Der Vorteil hierbei war, dass zwar alle verwendeten Elemente bereits eine gewisse Formatierung haben, jedoch alles noch ziemlich nah an der Darstellung ist, die ein Browser anhand seiner Vorgaben eh wählen würde. Ideale Voraussetzungen also für individuelle Anpassungen.
Welche Plugins brauche ich?
Ich möchte eine statische Startseite haben. Da der einzige Beitrag in diesem Blog wohl das Gästebuch bleiben wird, ist es wenig sinnvoll, eine chronologische Übersicht der Beiträge als Startseite zu verwenden, wie es ja bei WordPress als Standard vorgesehen ist. Für die Anforderung passend erschien das Plugin Static Front Page, welches den Zweck hervorragend erfüllt, indem es einfach die Seite mit der Titelform »home« als Startseite zeigt.
Aufgrund der hohen Anzahl an statischen Seiten dürfen nicht alle immer über die Navigationsleist verfügbar sein, da dies sicherlich den Rahmen sprengen würde. Gleichzeitig macht es aber auch keinen Sinn, die Seiten der zweiten Ebene generell auszublenden, da in diesem Fall die interne Navigation z.B. in der Speisekarte fehlt. Wir brauchen also ein dynamisches Auf- und Zufalten der Navigation. Man könnte dies natürlich über Hover-Effekte per CSS oder JavaScript lösen, eleganter fand ich jedoch die Lösung des Plugins Fold Page List, welches nur die zweite Ebene der aktiven Seite einblendet, nicht jedoch die tieferen Ebenen der übrigen Seiten.
Als Bildergalerie hat sich nach kurzer Recherche Gallery2 angeboten, welches zusammen mit dem Plugin WPG2 alle Anforderungen erfüllte, die vom Auftraggeber gewünscht waren. Die Integration in WordPress ist beispielhaft gelöst und die Konfiguration geht – mit etwas Einarbeitung – locker von der Hand.
Nun musste nur noch die Kommentarfunktion (außer beim Gästebuch natürlich) abgeschaltet werden und das Layout passend zum Thema erstellt werden. Der Rest ist reine Handarbeit …
Der Stefan
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